Call of Duty 4: Lan Server erstellen
By tchibomannIn der aktuellen PC Games Powerplayer (14.07.2010) haben wir zusammen mit Harald Fränkel einen riesigen Artikel zu Call of Duty 4: Modern Warfare und Call of Duty: Modern Warfare 2 erarbeitet und unter anderem erklärt, wie man lokal einen CoD4:MW Lan-Server erstellen kann – beispielsweise um Mods/Maps zu testen oder mit Freunden zu Hause via LAN zu zocken. Da ein Artikel in der Zeitschrift nunmal einen sehr begrenzten Platz hat, stellen wir Euch ausführlich das Tutorial nochmal vor.
Dieses How-To richtet sich allem Voran an Neulinge, aber auch der ein oder andere fortgeschrittene Spieler könnte hier den ein oder anderen Tipp mitnehmen. Es ist in diesem Fall für den Einsatz im lokalen Netzwerk ausgelegt, kann aber mit wenigen Kniffen auch via Internet erreichbar sein. Ein Tutorial, wie man auf einem Windowsserver einen CoD4 Gameserver professionell einrichtet, werden wir in einem späteren How-To erklären.
Hinweis: Dieses Tutorial ist ausschließlich für Call of Duty 4. Für Call of Duty: World at War gibt es einige Besonderheiten, die hier nicht berücksichtigt werden, da bei WaW die Maps und Mods nicht im Hauptverzeichnis des Games, sondern (im Falle von Windows 7, XP & Vista jedoch ähnlich) unter “C:/Users/Benutzerkontenname/AppData/Local/Activision/CoDWaW” gespeichert werden.
—
Call of Duty 4 im LAN
Nicht-dedizierter LAN-Modus
Dieser Modus lässt es zu, dass man als Host direkt dem Spiel beitritt. Vorteil dieses Modus: Schnell, unkompliziert und zuverlässig und für kurze Matches völlig ausreichend. Nachteil: begrenzte Spielsettings und stürzt das Spiel des Hosters ab, wird auch bei allen anderen Spielern das Spiel beendet. Außerdem hat der Host doppelte Rechenlast, es sollte demnach ein Rechner sein, der entsprechend Mehrleistung bietet.
Schritt 1:
Call of Duty 4 starten und im Menü „Neuen Server starten“ auswählen. Im darauf folgenden Menü kann man den Namen des Servers angeben, den Spieltyp auswählen (einfach auf den Spieltyp klicken, bis der gewünschte erscheint) und die maximale Spieleranzahl auswählen. Ping Minimum und Maximum sind standardmäßig auf 0 und sollten es im LAN-Modus auch bleiben. Rechts wird die verfügbare Mapliste angezeigt – hier einfach auf die entsprechend gewünschte Map klicken. Die Option „Dediziert“ muss auf „Nein“ eingestellt sein.

Bilder: Nichts ist einfacher als einen CoD4 Lan-Server zu starten. Das Ingame-Menü hilft dir!
Schritt 1 ½ – Sonderfall Custommaps & Mods:
Das große Plus von Call of Duty 4 sind die zahlreich vorhandenen Custommaps und –mods der großartigen und kreativen Call of Duty Modding-Community. Custommaps sind im normalen CoD4-Modus nicht nutzbar, sie benötigen (irgend) eine kompatible Mod. Standardmäßig ist bei Call of Duty 4 die Mod „ModWarfare“ mitgeliefert – diese muss VOR dem Einrichten eines LAN-Matches im Hauptmenüpunkt „Mods“ ausgewählt und gestartet werden! So lassen sich im Übrigen alle Mods starten. Wo diese auf der Festplatte liegen müssen, bitte unter „Sonderfall Custommaps und -mods“ nachlesen.
Schritt 2:
Erweiterte Spieleinstelllungen können über das Menü „Spielmodus Einstellungen“ getätigt werden – allerdings sind die Optionen hier sehr marginal, es gibt noch einige weitere Einstellungen die in diesem Modus nicht verfügbar sind. Die Settings, die im Ingame-Menü gegeben werden, reichen in der Regel aber aus, wenn man keine Mod spielen will.

Bild: Spieleinstellungen eines CoD4 LAN-Servers – aber: Es sind längst nicht alle Settings!
Schritt 3:
Per Klick auf „Start“ wird der Server gestartet und man wohnt dem Spiel selbst auch gleich bei.
Dedizierter LAN-Modus
Dieser Modus kann ebenfalls über das Ingame-Menü eingerichtet werden. Der einzige Unterschied im Ergebnis: Der dedizierte LAN-Modus läuft völlig autark. Derjenige, der den Server erstellt, joined diesem Server, anders als im nicht-dedizierten Server, nicht automatisch dem Match. Es startet stattdessen die berühmte “Call of Duty Console”, die seit Anbeginn der Serie so existiert. Selbstverständlich kann derjenige, der den Host bereitstellt, den Server im Hintergrund laufen lassen, CoD4 nochmal starten und ganz gewönlich dem Server beitreten! Unschlagbarer Vorteil dieser Methode: Stürzt das Spiel des Spielers ab, der gleichzeitig den LAN-Server hostet, können alle anderen weiterspielen – anders als bei zuerst genannter Methode. Zudem lässt sich der LAN-Server auf jedem Windowsrechner erstellen, egal ob dieser nur eine Onboard-Grafikkarte, eine Grafikkarte ohne DX9-Support oder gar keine Grafikkarte besitzt. Der LAN-Server lässt sich also auslagern und bleibt so jederzeit über die Konsole bedienbar – beispielsweise kann man dort über den Befehl „map mp_carentan“ und einen Druck auf die Entertaste die Map wechseln, über den Befehl „gametype sd“ (Search and Destroy) plus Entertaste und nach der Angabe der gewünschten Map auch der Spieltyp gewechselt werden – alles, ohne den Server beenden oder zurück ins Gamemenü zu müssen. Einen solchen Server über die Ingamefunktion zu erstellen ist eine schnelle, wenn auch unflexible Methode – denn diese Server sind weit flexibler, als ihre Konsole erscheinen lässt. Wer diesen Modus in seiner einfachsten Variante nutzen möchte, muss im Ingame-Menü statt wie oben beschrieben die Option “Dediziert: Nein” auf “Dediziert: LAN” stellen – das wars!

Bild: Man kann auch im Game den dedizierten LAN-Modus auswählen.
Dedizierter LAN-Modus, Variante 2 – die Profivariante
Diese Variante ist vor allem für diejenigen, die häufiger mal LAN-Server erstellen. Sie ist etwas umfangreicher und erfordert ein wenig Einarbeitung – doch wenn man das einmal raus hat, will man nichts anderes mehr. Versprochen. Im Übrigen: Diese Variante ermöglicht es außerdem durch das Ersetzen einer simplen Startvariable auch den Betrieb eines echten, dedizierten Gameservers über die eigene Interneverbindung oder auf einem Rootserver im Internet (siehe Abschnitt Internet-Modus).
Schritt 1:
Kopiere den Call of Duty 4 Multiplayer-Shortcut auf den Desktop (z.B. durch ziehen des CoD4_MP Icons aus dem Windows Startmenü auf den Desktop), benenne ihn um (beispielsweise in „CoD4 LAN Server“, klicke ihn mit der rechten Maustaste an und gehe im Kontextmenü auf „Eigenschaften“. Dort gibt es die Option „Ziel“ (Windows 7, unter Vista/XP ggf. anders). Hier steht der Pfad zur Multiplayer-Exe von CoD4. HINTER diesen Pfad muss ein Leerzeichen, danach folgende Befehle, auch Startparameter genannt, eingetragen werden:
+set dedicated 1 +exec server.cfg +map_rotate

Bilder: Einstellungen des Shortcuts zum Starten eines dedizierten CoD4 LAN-Servers
Danach auf den Button „Übernehmen” klicken, dann auf „OK”. Kurz zur Erklärung der Begriffe: Der wichtigste Befehl ist „+set dedicated 1“. Dieser Befehl ist derselbe, der der Ingame-Option „Dediziert: LAN“ entspricht. Das Spiel startet bei Doppelklick auf den Shortcut sofort im Konsolenmodus und umgeht somit das Ingame-Menü vollständig. Der Befehl „+exec server.cfg“ führt eine Configdatei aus, in der alle nötigen Infos zum Server verzeichnet sind – also die ganzen Spieleinstellungen des Servers. „+map_rotate“ bewirkt, dass der Map-Pool, der in der Config-Datei eingestellt ist, automatisch durchgegangen wird. Vergisst man den Befehl, muss man manuell die nächste Map starten – einfach in der Konsole „map_rotate“ eingeben und die Entertaste drücken.
Schritt 2:
Die server.cfg muss erstellt werden. Hier gibt es im Internet zahlreiche Config-Generatoren, über die man alle möglichen Einstellungen tätigen kann. Beispiel: http://www.hyperized.net/index.php?req=jack/cod4rankconfiggen,de
Alle Optionen zu erklären wäre an dieser Stelle schlicht und ergreifend unmöglich, viele Befehle sind aber selbsterklärend. Wir bieten jedoch auch kommentierte Beispielkonfigurationen zum Download an. Die server.cfg kann mit dem Windowseigenen Editor geöffnet und editiert werden, einfach rechtsklick auf die Datei, „Öffnen“ bzw. „Öffnen mit…“ wählen und dort entsprechend den Editor (oder Wordpad, in manchen Fällen Sinnvoller, wenn die CFG im normalen Editor unformatiert erscheint) auswählen.
Hat man sich eine server.cfg erstellt, muss sie im Main-Verzeichnis des installierten Spiels platziert werden – oder, im Falle dass man Mods nutzen will, bestenfalls im jeweiligen Mod-Ordner. Standardmäßig wird Call of Duty 4 unter
C:/Programme/Activision/Call of Duty 4 – Modern Warfare
Installiert. Unsere vorgefertigten Server-CFGs findest du hier.
Schritt 3:
Doppelklick auf den Server-Shortcut und voila: Der Server startet! Um zu prüfen, ob die CFG auch wirklich angenommen wurde, kannst du einfach den Befehl „serverinfo“ eingeben und Enter drücken. Erscheint der Name des Servers, den du in der CFG angegeben hast, in der Konsole – dann hat alles geklappt. Wenn nicht, dann überprüfe bitte die Pfade und die Configdatei auf eventuelle Fehler.

Bild 1: CoD4 Startscreen – nicht anders als man es gewohnt ist!
Bild 2+3: Der dedizierte Server rennt! Jetzt Spiel nochmal wie gewohnt starten und dem Server joinen.
Tipps:
Willst du Cheats auf dem Server aktiviert haben – just 4 fun oder für Taktiktraining mit deinen Clanmates – füge den Startparametern deines Shortcuts einen weiteren Befehl hinter „dedicated 1“ hinzu: „+set sv_cheats 1“. Damit aktivierst du die Cheats auf dem Server, du kannst im Spiel dann z.B. „noclip“ in deine Ingame-Konsole (Taste „^“) eingeben und herumfliegen. Perfekt z.B. um die Flugbahn einer Granate nachzuvollziehen ;)
Willst du mit deinen Freunden im LAN Spielen, doch der Server wird im Spiel nicht im Serverbrowser aufgelistet? Dann musst du die aktuelle IP-Adresse deines Rechners herausfinden. Dies kannst du, in dem du über Windows „Start“ -> „Ausführen“ (Vista/XP) bzw. unter Windows 7 einfach unter „Start“ im Suchfeld „cmd“ eingibst, und dort den Befehl „ipconfig“ ausführst. Dort wird irgendwo deine IP Adresse (möglichst IPv4) stehen. Diese gibst du an deine Freunde weiter, sie müssen dann CoD4 starten, die Ingame-Konsole aufrufen und dort „connect ip_adresse:28960“ eingeben und auf Enter drücken – und können dem Server beitreten. Statt “ip_adresse” muss natürlich die IP-Adresse des Hosts eingetragen werden. Wenn dies nicht klappt, musst du die Einstellungen deines Netzwerkes checken, denn dann stimmt da irgendetwas nicht.

Bild: ipconfig – hiermit bekommst du die aktuelle IPv4-Adresse deines Rechners.
Sonderfall Custommaps und –mods
Bei Custommaps und –mods gibt es Sonderregeln beim Erstellen eines Gameservers. Maps müssen im Installationsverzeichnis deines Spiels im Ordner „usermaps“ abgelegt werden – dabei muss jede Map einen eigenen Ordner mit dem Namen der Map bekommen. Die allermeisten Spielwiesen werden schon so zum Download angeboten, dass sie nur entpackt werden und in den Usermaps-Ordner verschoben werden müssen. Beispielpfad:
C:/Programme/Activision/Call of Duty 4 – Modern Warfare/usermaps/mp_mapname/mp_mapname.ff (usw.)
Unter XP/Vista/Windows 7 64Bit:
C:/Program Files (x86)/Activision/Call of Duty 4 – Modern Warfare/usermaps/mp_mapname/mp_mapname.ff (usw.)
Custommods müssen im Ordner „Mods“ abgelegt werden. Ebenfalls wieder für jede Mod einen eigenen Unterordner. Beispielpfad:
C:/Programme/Activision/Call of Duty 4 – Modern Warfare/Mods/Modname/mod.ff
Unter XP/Vista/Windows 7 64Bit:
C:/Program Files (x86)/Activision/Call of Duty 4 – Modern Warfare/usermaps/mp_mapname/mp_mapname.ff (usw.)
Custommaps werden nicht im Ingame Menü aufgelistet, sie lassen sich nur über die Konsolen oder durch einen Eintrag in der Serverconfig-Datei starten. Darum ist gerade dann ein dedizierter LAN-Server sinnvoll, da man hier alle Custommaps in der Config-Datei auflisten und vom Server durchgehen lassen kann. Beachten muss man allerdings, dass die jeweilige Map mit dem gewünschten Spieltyp kompatibel ist – denn das ist längstens nicht immer der Fall!
Custommods können, wie erwähnt, im Ingame-Menü gestartet werden, man kann sie aber auch über über einen Startparameter im Shortcut starten.
+set fs_game “Mods/Modname“
Dieser Parameter sollte direkt hinter „dedicated 1“ stehen. Nicht weil zwingend notwendig, sondern der Übersicht wegen. Eine weitere Besonderheit bei Custommods: Die Server-Config muss bzw. sollte immer im Ordner des Mods liegen. Nicht selten liefern Mod-Entwickler eigene Configdateien mit – bitte beachte deswegen IMMER die jeweilige Readme zu jeder Mod.
Tipps:
Wenn du im LAN Mods und Custommaps mit deinen Freunden spielen willst, sorge am besten dafür, dass alle dieselben Dateien haben. Zwar können die Dateien auch direkt innerhalb des Games beim Serverbeitritt heruntergeladen werden – doch das dauert in der Regel deutlich länger als das Platzieren der Dateien vor dem Spielen.
Wenn du statt des LAN-Modus den Internet-Modus starten und dennoch Custommaps/Mods anbieten willst, dann solltest du unbedingt die auf deinem Server befindlichen Maps/Mods auf einen Webspace hochladen. Denn: Jeder, der diese Maps/Mods nicht hat, muss sie von deinem Server herunterladen, was je nach Größe der Dateien extremst lange dauern kann. Wir reden da nicht von Minuten, sondern gegebenenfalls von Stunden. Dazu musst du deine Server.cfg noch editieren und den sogenannten „Redirected Download“ eintragen. Das sieht wie Folgt aus:
set sv_allowdownload “1″
seta sv_wwwDownload “1″
seta sv_wwwBaseURL http://www.webspace.de/cod4
seta sv_wwwDlDisconnected “0″
Das erste “set” ist in der Tat nicht falsch geschrieben. Manche Befehle in Call of Duty werden mal mit “set“, mal mit “seta” initialisiert. „sv_wwwBaseUrl“ ist der vollständige Pfad zu deinem Webspace, wo die Ordner „Mods“ und „usermaps“ liegen müssen. Leerzeichen dürfen in der URL nicht vorkommen! Im obrigen Beispiel muss unter der Domain „webspace.de“ ein Ordner namens „cod4“ angelegt werden. In diesem Ordner werden die Ordner „usermaps“ und „Mods“ aus deiner CoD4-Installation hochgeladen. Wenn alles klappt, können deine Gäste die Maps und Mods, die sie nicht besitzen, über das Internet herunterladen und können dann auf deinen Gameserver verbinden.
Internet-Modus
Willst du deinen Gameserver auch via Internet verfügbar haben, dann nutze bei den Startparametern statt „dedicated 1“ einfach „dedicated 2“ – und schon ist dein Gameserver im Internet verfügbar. Allerdings kann bzw. wird es so sein, dass dein Router zu Hause da nicht mitmachen will und dein Server via Internet nicht angezeigt wird. Dann musst du den Adminbereich deines Routers aufrufen und das sogenannte NAT aktiviere bzw. eine Portweiterleitung einrichten. Standardport von Call of Duty ist TCP/UDP 28960. Dieser muss auf deinen Rechner weitergeleitet werden. Da man hier keine allgemeingültigen Tipps geben kann, weil alle Routerhersteller andere Menüs verwenden, musst du im Zweifel Onkel Google oder das Handbuch des Routers befragen.
Außerdem empfiehlt es sich dem Shortcut noch einen weiteren Startparameter hinzuzufügen: „+set sv_punkbuster 1“ – damit wird gleichzeitig mit dem Spiel auch der Anticheat-Schutz mitgestartet. In der Konsole von CoD4 solltest du dann einmalig folgende Befehle ausführen: Erst „pb_sv_update“, dann eine Weile später „pb_sv_restart“. Damit bringst du Punkbuster auf den aktuellsten Stand. Für den LAN-Modus ist Punkbuster nicht unbedingt notwendig.
Tipp: Wenn du einen Gameserver via Internet betreiben willst, so ist es oftmals besser, wenn du einen der zahlreichen Gameserververmieter hernimmst und dir dort einen Gameserver mietest. Diese sind ständig im Internet verfügbar, in der Regel genauso editierbar wie bei dir auf deinem eigenen Rechner und haben oft sogar ein bequemes Webinterface, mit dem du sogar manchmal auch ganz andere Games starten kannst. Über die heimische DSL-Leitung einen Gameserver laufen zu lassen ist unklug, da diese Leitung immer gewissen Schwankungen ausgesetzt ist. Pings sind schlechter, Datenpakete gehen verloren und so weiter. Einen guten Gameserver-Anbieter erkennt man nicht an seinem “hypermegatollmodernen” Design seiner Seite, sondern überwiegend an den Preisen: Kostet ein CoD4 Gameserver für 16 Slots Public-Server (also nicht mit Passwort versehener Server) 10 Euro, kannst du davon ausgehen, dass der Hoster sein Handwerk nicht versteht. Kostet ein solcher Server 40 Euro – Finger weg, Wucher! Der Preis von einem CoD4 Gameserver mit 16 öffentlichen Slots sollte niemals mehr wie 30 Euro inkl. Voiceserver und Remote Download (für Maps/Mods) betragen und nicht allzu deutlich unter 20 Euro ohne diese Features kosten. Dann hat man in der Regel einen Anbieter, der fair arbeitet.
Alternativ – und bei entsprechenden Vorkenntnissen! – kannst du auch einen sogenannten Rootserver mieten. Dieser Server ist prinzipiell nichts anderes als ein PC, der dauerhaft über Standleitung mit dem Internet verbunden ist. Der Vorteil ist: Je nach Leistung des Servers können mehrere Gameserver auf einem einzigen Rootserver installiert werden, und damit sogar um Welten günstiger sein, als wenn man sich mehrere einzelne Gameserver bei einem Hoster mietet. Beispiel: Rootserver von Hetzner, 65 Euro inkl. Windows 2008 R2 mit Core i7 920 CPU (4Cores a 2,66GHz) und 8GB RAM. Hier können, rein rechnerisch, bis zu 256 Slots (!) CoD4 aufgesetzt werden. Auf einem CPU-Kern kann man in der Regel 4 Gameserver a 16 Slots betreiben, 256MB RAM brauchen CoD4 Server in der Regel maximal. Das sind Erfahrungswerte, die wir über sehr lange Zeit erarbeitet haben – können aber je nach Server, Betriebssystem und nebenbei laufende Programme (Webserver, Voiceserver, Downloads…) variieren.
Zweifelsfreier Nachteil – Viel Handarbeit. Die Wahl des Betriebssystem ist letztlich ebenfalls ausschlaggebend: Windows oder Linux? Jedem wie er mag – oder womit er die besseren Erfahrungen hat. Wir bevorzugen Windows-Maschinen, sie sind bei weitem einfacher zu handeln, sind weit weniger lahm wie viele Linux-Jünger dies behaupten und man muss nicht auf spezielle Linuxfiles warten, einfach Gamefiles uploaden und los gehts. Generell gilt aber: Wer gar keine Ahnung von Rootservern hat, sollte sich an Gameserververmieter werden. Rootserver bedeuten hohe Eigenverantwortung und entsprechende Haftbarkeit im Falle eines gehackten Servers!
Wie man auf einem Windows Rootserver einen CoD4 Gameserver schlau aufsetzen kann und sogar automatisch bei Systemneustart gestartet werden kann – das werden wir ebenfalls nochmal in einem separaten Tutorial niederschreiben, denn hier gibt es wirklich einige richtig gute Tipps.



